CDU-Fraktion Pankow spricht sich gegen weitere Flüchtlingsunterkunft im Ortsteil Pankow aus
Die CDU-Fraktion Pankow spricht sich gegen die geplante Inbetriebnahme einer Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete in der Elsa-Brändström-Straße 51–53 im Ortsteil Pankow aus. Mit einem Antrag der Bezirksverordneten Prof. Antje Tölle fordert sie das Bezirksamt Pankow auf, die ablehnende Position auch gegenüber der zuständigen Senatsverwaltung zu vertreten und zugleich alternative Nutzungsmöglichkeiten für das Gebäude zu prüfen.
Pankow ist seit Jahren in besonderem Maße mit der Unterbringung und der Integration von Geflüchteten gefordert. Die soziale Infrastruktur ist dabei vielerorts längst an ihre Grenzen gestoßen. So hat auch die zuständige Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung Ende 2025 festgestellt, dass es im Bezirk unter anderem erhebliche Defizite beim Übergang von Willkommensklassen in den Regelunterricht gibt. Auch der Bedarf an speziellen Schulangeboten, etwa zur Alphabetisierung, kann nicht gedeckt werden. Gleichzeitig sind zentrale Akteure wie Integrationslotsen und Stadtteilzentren stark ausgelastet.
Hinzu kommt die hohe Dichte bestehender Unterkünfte im unmittelbaren Umfeld. So befinden sich in der Berliner Straße sowie in der Treskowstraße bereits zwei große Einrichtungen mit mehreren hundert Plätzen. Eine weitere Unterkunft in der Elsa-Brändström-Straße würde die ohnehin angespannte Situation noch weiter verschärfen. Stattdessen soll eine alternative Nutzung des Gebäudes, etwa als dringend benötigter Wohnraum für Auszubildende, geprüft werden.
„Pankow erbringt seit Jahren eine überproportional große Leistung bei der Unterbringung und Integration von Geflüchteten. Unsere Schulen, sozialen Einrichtungen und Integrationsangebote stoßen längst an ihre Grenzen“, so Prof. Antje Tölle. „Weitere große Unterkünfte in bereits stark belasteten Ortsteilen sind deshalb nicht der richtige Weg. Wir lehnen eine Inbetriebnahme der Unterkunft in der Elsa-Brändström-Straße strikt ab.“