"Gemeinsam sicher in Pankow - sind wir auf Krisen vorbereitet?"
Im Rahmen der gut besuchten öffentlichen Veranstaltung konnte AG-Leiter Martin Lammert zwei sachkundige Experten begrüßen.
Mit Constantin Ahrens, Leiter des Einsatzstabes der Berliner Feuerwehr und Boris Michalowski M.A., Fachdienstleiter Katastrophenschutz bei ASB e.V., konnten zwei Experten gewonnen werden, die über ihre Erfahrungen und die "lessons learned" der beiden Stromausfälle in Berlin berichteten. Es wurde deutlich, dass Kommunikation in Krisensituationen nach wie vor eine zentrale Herausforderung darstellt. Insbesondere parallele Strukturen innerhalb von Organisationen, wie etwa in Berliner Landesbehörden, erschweren klare Abstimmungsprozesse. Diese Problematik betrifft nicht nur öffentliche Stellen, sondern auch Betreiber kritischer Infrastrukturen (KRITIS).
Ein zentrales Thema war die Frage nach der Durchhaltefähigkeit der eingesetzten Kräfte und Systeme. Dabei wurde die große Bedeutung des Ehrenamts hervorgehoben – ohne freiwilliges Engagement wäre ein Großteil der Leistungen im Bevölkerungsschutz nicht aufrechtzuerhalten.
Entsprechend deutlich wurde den Ehrenamtlichen ausdrücklich Anerkennung und Dank ausgesprochen.
Gleichzeitig wurde betont, dass der Bund stärker in die Verantwortung genommen werden müsse, etwa bei der Unterstützung von Organisationen wie dem THW.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Resilienz der Bevölkerung. Diese wurde sowohl als entscheidender Erfolgsfaktor als auch als potenzielles Risiko beschrieben.
Es wurde unterstrichen, wie wichtig es ist, dass sich Bürgerinnen und Bürger bereits im eigenen Haushalt mit Vorsorgemaßnahmen auseinandersetzen.
Dabei wurde auch darauf hingewiesen, dass Vorsorge kein Selbstläufer ist. Während bisherige Ereignisse häufig lokal begrenzt waren, stellt eine gesamtstädtische Krisenlage eine deutlich größere Herausforderung dar. Zugleich wurde angemerkt, dass die Berliner Bevölkerung eine gewisse Resilienz entwickelt habe, da sie gewohnt sei, mit Einschränkungen umzugehen.